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Nachgedacht

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; denn von ihm kommt meine Hoffnung. (Psalm 62,6) (Monatsspruch März)
Grad bin ich total aufgewühlt und dass, obwohl ich doch jetzt einen guten Artikel schreiben wollte. Mein Mitbewohner hat nicht so auf ein von mir gekochtes Essen reagiert, wie ich es erwartet habe. Schlimmer noch: er hat gar nichts gesagt und das trifft mich grad ziemlich.

Kennt Ihr das auch? Da erwartet man irgendetwas von seinen Mitmenschen und schwupps- so schnell geht es- enttäuschen sie uns. Weil sie uns Böses wollen?

Nein, weil sie Menschen sind. Da kann einen der beste Freund, der netteste Kollege oder der geliebte Partner zur Weißglut bringen und man ist verletzt. Ich bin es jedenfalls gerade. Ja, was mach ich denn nun damit. Einfach übergehen und wieder zur Tagesordnung übergehen? Nein. Ich werde es bei Gelegenheit noch mal ansprechen. Vorher möchte ich aber damit zu Gott gehen. Ich werde mit ihm reden und ihm meine Gefühle schildern. Und dann werde ich mir Weisheit erbitten, wie ich jetzt mit meinem Mitbewohner reden soll. Ich werde Gott um Ruhe und um die richtigen Worte bitten.

Denn kann ich von irgendeinem Menschen verlangen, dass er in mich reingucken kann? Kann ich von jemanden verlangen, dass er mich nie enttäuscht? Kann ich jemanden an mich binden, sodass er mich immer liebt? Nein. In meinen intensivsten und vielleicht auch schwersten Stunden kann es sein, dass kein Mensch da ist. Aber dann ist Gott da. Er kann mich verstehen, selbst wenn geliebte Menschen mich enttäuschen. Von ihm kommt Hoffnung. Und nicht zuletzt auch oft eine Klärung der Situation. So und jetzt werde ich beten. Ich wünsch Euch, dass Ihr Gottes Frieden und die Hoffnung, die in dieser Beziehung zu ihm liegt, erleben könnt.